Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „BauDir“ (nachfolgend „Plattform“ oder „BauDir“) zwischen

Saman Razavi, Softwarehouse Cologne, Ubierring 19, 50678 Köln, Deutschland, E-Mail: info@baudir.app (nachfolgend „Anbieter“)

und seinen Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“). Kunde im Sinne dieser AGB ist sowohl Verbraucher (§ 13 BGB) als auch Unternehmer (§ 14 BGB). Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungen

Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet eine White-Label-Anwendung zur Verfügung, mit der der Kunde eine eigene installierbare Web-App (Progressive Web App), eine Website und eine Tablet-Ansicht erstellen und betreiben kann. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif:

Die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung ergibt sich aus der Darstellung auf der Plattform zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Der Anbieter erbringt seine Leistungen als Dienstleistung; eine Übertragung von Software an den Kunden erfolgt nicht. Die Plattform wird laufend weiterentwickelt; der Anbieter ist berechtigt, Funktionen anzupassen, sofern der vertraglich geschuldete Kernumfang erhalten bleibt.

§ 3 Registrierung und Vertragsschluss

Voraussetzung für die Nutzung ist die Registrierung eines Kontos mit zutreffenden Angaben. Mit der Registrierung kommt zunächst ein unentgeltliches Nutzungsverhältnis für die kostenlose Testphase zustande (§ 4). Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, indem der Kunde im Bereich „Mein Abo“ einen Tarif auswählt, den Bestellvorgang über unseren Zahlungsdienstleister Stripe durchläuft und die Bestellung durch Anklicken der entsprechend bezeichneten Schaltfläche zahlungspflichtig bestätigt. Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss anschließend per E-Mail auf einem dauerhaften Datenträger.

§ 4 Kostenlose Testphase

Neukunden können die Plattform für die auf der Plattform angegebene Dauer (in der Regel 14 Tage) unentgeltlich testen. Die Testphase geht nicht automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag über; ein solcher entsteht erst durch die aktive, zahlungspflichtige Tarifwahl gemäß § 3. Wird vor Ablauf der Testphase kein kostenpflichtiger Tarif gewählt, wird die veröffentlichte App nach Ablauf offline genommen.

§ 5 Preise und Zahlung

Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Plattform angegebenen Preise. Diese verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser AGB betragen sie:

Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Der Kunde hält hierfür ein gültiges Zahlungsmittel vor. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach erfolgloser Zahlung vorübergehend zu sperren; weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

Der kostenpflichtige Vertrag wird auf unbestimmte Zeit mit einer Abrechnungsperiode von einem Monat geschlossen und verlängert sich jeweils automatisch um einen weiteren Monat, sofern er nicht gekündigt wird. Der Vertrag ist von beiden Seiten jederzeit ordentlich zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündbar; bereits gezahlte Entgelte für die laufende Periode werden nicht anteilig erstattet, der Zugang bleibt bis zum Periodenende bestehen.

Der Kunde kann seinen Vertrag jederzeit bequem über die Funktion „Mein Abo“ in seinem Konto sowie über den ständig verfügbaren Kündigungsbutton beenden. Eine Kündigung per E-Mail an info@baudir.app ist ebenfalls möglich. Der Anbieter bestätigt den Eingang sowie den Zeitpunkt der Kündigung und das Vertragsende unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.

§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die auch das Muster-Widerrufsformular enthält.

§ 8 Pflichten und Inhalte des Kunden

Der Kunde ist allein für die von ihm eingestellten Inhalte sowie für die Einhaltung der jeweils geltenden Gesetze verantwortlich. Er sichert zu, keine rechtswidrigen, rechtsverletzenden oder gegen die guten Sitten verstoßenden Inhalte zu veröffentlichen und keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte) zu verletzen. Zugangsdaten sind geheim zu halten.

Der Kunde darf insbesondere nur solche Bilder, Grafiken und sonstigen Medien einstellen, an denen er die erforderlichen Nutzungsrechte besitzt (eigene Werke, erworbene Lizenzen oder Inhalte unter zulässiger freier Lizenz); etwaige Pflichten zur Urhebernennung hat der Kunde eigenverantwortlich zu erfüllen. Verletzt der Kunde diese Pflichten, stellt er den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die wegen einer durch die vom Kunden eingestellten Inhalte verursachten Rechtsverletzung gegen den Anbieter geltend gemacht werden. Der Kunde erstattet dem Anbieter die zur angemessenen Rechtsverteidigung erforderlichen Kosten einschließlich der gesetzlichen Anwalts- und Gerichtskosten; weitergehende Ansprüche des Anbieters bleiben unberührt. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über eine Inanspruchnahme und gibt ihm – soweit möglich – Gelegenheit zur Stellungnahme.

Die Plattform bietet eine Funktion, mit der Rechtstexte (insbesondere Impressum und Datenschutzerklärung) automatisch aus den Angaben des Kunden erzeugt werden. Diese automatisch erstellten Texte sind eine unverbindliche technische Hilfestellung und stellen keine Rechtsberatung dar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder rechtliche Eignung im Einzelfall. Der Kunde bleibt allein dafür verantwortlich, die erzeugten Texte vor der Veröffentlichung zu prüfen und – soweit erforderlich – rechtlich beraten zu lassen. Eine Haftung des Anbieters für die automatisch erzeugten Rechtstexte ist nach Maßgabe von § 10 ausgeschlossen.

Verarbeitet der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten seiner eigenen Endnutzer, ist der Anbieter insoweit Auftragsverarbeiter. Es gilt der bereitgestellte Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO.

§ 9 Verfügbarkeit, Wartung

Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Ausgenommen sind Zeiten, in denen die Plattform aufgrund von Wartungsarbeiten, Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. höhere Gewalt, Ausfälle von Drittanbietern) oder notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nicht oder nur eingeschränkt erreichbar ist. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, in nutzungsschwache Zeiten gelegt.

§ 10 Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei der leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur insoweit, als der Kunde eine zumutbare Datensicherung vorgenommen hat und der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Sicherung eingetreten wäre.

§ 11 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach unserer Datenschutzerklärung.

§ 12 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung, Erweiterung des Leistungsangebots) erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Über Änderungen wird der Kunde mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen ab Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen; hierauf wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Eine Änderung der Hauptleistungspflichten oder eine Erhöhung des laufenden Entgelts erfolgt nicht im Wege dieser Zustimmungsfiktion; sie bedarf eines gesonderten Änderungsangebots, das der Kunde ausdrücklich annehmen muss. Nimmt der Kunde ein solches Angebot nicht an, bleibt es beim bisherigen Vertrag. Im Falle des Widerspruchs gegen sonstige Änderungen sind beide Seiten berechtigt, den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderungen zu kündigen.

§ 13 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Verbraucher, bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts unberührt. Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters (Köln). Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.